Die Stiftung Kinderchirurgie bringt chirurgische Hilfe dorthin, wo sie dringend gebraucht wird – und ermöglicht Kindern durch notwendige Operationen die Chance auf Gesundheit und eine Zukunft.
Seit 2018 engagiert sich die Stiftung Kinderchirurgie in der Missionsstation Ifunda im Bezirk der Provinzhauptstadt Iringa in Tansania. Die Station ist seit vielen Jahren ein bewährter Standort für humanitäre Einsätze der Kinderhilfe Tansania. Geleitet wird sie von Monika und Horst Blaser, die mit ihrer Organisation (www.klumpfuss-feuerkinder.de) und gemeinsam mit einem engagierten Team vor Ort mit großem Einsatz die medizinische Infrastruktur aufgebaut und unter anderem zwei getrennte Operationssäle eingerichtet haben.
Im Jahr 2022 behandelte Prof. Martin Lacher von der Stiftung Kinderchirurgie und im Februar 2026 Herr Dr. Robin Wachowiak gemeinsam mit dem Team der Kinderhilfsorganisation „Ärzte für Kinder in Not e. V.“ Kinder mit angeborenen und erworbenen Fehlbildungen. Während ein Teil des Teams die Operationssäle vorbereitet, sichten die anderen Helfer die zahlreichen wartenden Patienten.
Viele Familien reisen von weit her an, teilweise bis zu 600 Kilometern, oft erschöpft und mit abgemagerten Kindern – ihr größter Wunsch ist eine Chance auf medizinische Behandlung. Während ihres Aufenthalts übernachten sie auf Notliegen in der alten Kirche.
Bei der Erstuntersuchung erhält jedes Kind ein Armbändchen mit fortlaufender Nummer, Name, Handynummer der Eltern und dem geplanten Operationstag, um einen reibungslosen Ablauf der Einsätze zu gewährleisten.
Familien reisen hunderte Kilometer, damit ihre Kinder die beste medizinische Hilfe erhalten.
Bei diesen Einsätzen werden Kinder mit einem breiten Spektrum chirurgischer Erkrankungen behandelt: von Leisten- und Nabelbrüchen über kleinere und mittlere Weichgewebstumoren bis hin zu ausgeprägten Narbenkontrakturen nach Verbrennungen. Ziel ist es, die Gesundheit und Lebensqualität der Kinder nachhaltig zu verbessern.
Das einheimische Pflegepersonal ist dabei kontinuierlich in den Operationssälen und bei den Verbandswechseln eingebunden, um eine verlässliche Nachsorge sicherzustellen. Als internationale Hilfsorganisation arbeiten wir eng mit den Ärzten vor Ort zusammen, um die medizinische Versorgung zu stärken und den Kindern langfristig eine bessere Zukunft zu ermöglichen.
Die Dankbarkeit der Familien ist überwältigend und auf unseren Einsätzen immer wieder einzigartig – oft erhalten wir kleine Geschenke, von einzelnen Eiern bis zu Lebensmitteln wie Fisch oder Hühnern.
Der größte Dank für uns sind jedoch die sichtbaren Behandlungserfolge: Kinder, die zuvor durch große Narben ihren Arm kaum bewegen konnten, verlassen die Station mit voll funktionsfähigen Armen – sie können wieder einen Ball fangen und einfach Kind sein.
Auch kleine Gesten wie die Unterstützung durch die Stiftung bei Fahrtkosten für die Rückreise bedeuten den Familien viel, oft handelt es sich um nur wenige Euro.
Solche Momente zeigen, wie wertvoll die Arbeit unserer Stiftung vor Ort ist – und dass jede Spende direkt dazu beiträgt, Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen.
