Etwas erreichen, das weiterhilft

Das Projekt in Awassa bildet in Äthiopien praktizierende Ärzte zu Kinderchirurgen aus – in einer Stadt, in der es diese Profession bis vor kurzem noch gar nicht gab. 

Wie viele Bewohner kommen in Deutschland auf 1 Arzt? Was schätzen Sie? Wir helfen Ihnen: im Jahr 2016 kamen zwischen 140 Menschen (Hamburg) bis etwa 250 Menschen auf 1 Arzt. In Äthiopien gibt es allein ca. 50.000.000 Kinder – doch weniger als 20 Kinderchirurgen, um die kindgerechte chirurgische Versorgung zu gewährleisten. 

Deshalb konzentriert sich das Projekt „Hawassa Child“ darauf, in dem afrikanischen Land Kinderchirurgen auszubilden, um die Verhältnisse in der Versorgung zu verbessern. Das Wort „Hawassa“ benennt dabei bereits den Einsatzort des Projekts: Hawassa, eine Stadt etwa 280 Kilometer von Adis Abeba entfernt mit schlechter medizinischer Versorgung und ausgeprägter Armut. Umso motivierter ist das dortige medizinische Personal, wichtige Operationstechniken mit jenen Mitteln zu erlernen. Oberarzt Dr. Peter Zimmermann vom Kinderklinikum Leipzig und andere Spezialisten verweilen dort meist mehrere Wochen, um ihr wertvolles Wissen an die jungen Kollegen vor Ort weiterzugeben.  

In tatsächlichen Operationen unter schwierigen Bedingungen und verglichen mit Deutschland schlechten hygienischen Standards erlernen die äthiopischen Ärzte vor Ort von Spezialisten viele OP-Techniken und heilen dabei zugleich Neugeborene und Kinder. Von Tumoren in Bauch und Brustkorb über Brüche und Weichteilverletzungen bis zu Fehlbildungen werden dabei diverse Krankheitsbilder behandelt.