26.06.2017
26. Mai 2017
Martin Lacher

St. Petersburg, Russland – Wenn Hilfe Grenzen überwindet

St. Petersburg, Russland – Wenn Hilfe Grenzen überwindet

Im Kinderkrankenhaus Nr. 1 in St. Petersburg wartete im Einsatz von CTOverseas im Jahr 2017 eine besondere Herausforderung. Prof. Dr. med. Martin Lacher reiste gemeinsam mit Spezialistinnen und Spezialisten aus Deutschland, den USA, den Niederlanden, England und Israel an, um die russischen Kinderchirurginnen und -chirurgen bei hochkomplexen Eingriffen zu unterstützen – und zugleich ihr Wissen weiterzugeben.

Eine Geschichte zeigt besonders eindrucksvoll, warum diese Mission so wichtig ist: Eine Großmutter legte 1.600 Meilen zurück, damit ihre Enkelin in St. Petersburg operiert werden konnte. Das Baby litt unter einer seltenen Fehlbildung mit verdoppeltem Dickdarm und zwei Vaginae. Die behandelnden Ärzte in Georgien sagten ihr: „Nur das Team um Dr. Levitt (Ohio) von CTOverseas kann helfen – wenn es gelingt, die Operation kurzfristig einzuplanen.“ Dank großer Flexibilität des internationalen Teams konnte das Mädchen noch im letzten Moment operiert werden. Der Eingriff gelang, und die Odyssee von Großmutter und Enkelin fand ein glückliches Ende. In den zwei Wochen des Einsatzes behandelte das Team insgesamt fünfzehn Kinder und Neugeborene mit Fehlbildungen, Tumoren oder Brüchen. Jede Operation hatte zwei Ziele: den kleinen Patientinnen und Patienten eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen – und die Expertise der russischen Kolleginnen und Kollegen zu erweitern. Über 40 Chirurgen aus ganz Russland konnten bei den Eingriffen live zugeschaltet werden, begleitet von Seminaren, Workshops und direktem Wissenstransfer in OP-Techniken, Narkose und Pflege. Was bleibt, ist mehr als nur medizinische Hilfe: Eine langfristige Kooperation zwischen CTOverseas und dem St. Petersburger Krankenhaus, glückliche Familien, 15 erfolgreich operierte Kinder, neue Fähigkeiten bei den lokalen Ärztinnen und Ärzten – und sieben große Seesäcke voller Kuscheltiere, die die US-Kinderchirurgen als kleine Botschaft der Hoffnung mitgebracht hatten.

 

„Ihr leistet alle so eine unglaublich wunderbare Arbeit!“
— Barbara Amburgey Cook auf Facebook

„Danke für alles, was Ihr tut!!!“
— Yuliya Hallowell auf Facebook